MARTIN BÄUMER LEGT FEUERLustiger Nachmittag zur Weiber-Fastnacht in Schwege
von Michael Schwager 

Stimmung: Die Frauen der kfd feierten ausgelassen bei Schunkelliedern von DJ Marcel Schulz. Foto: Anke Schneider

Glandorf. Weiberfastnacht ist der Tag, an dem die Frauen der KFD Schwege so richtig ausholen. Nicht nur die Glandorfer Politik kriegt ihr Fett weg, sondern auch der ein oder andere Ehemann, der nach 40 Jahren Ehe reichlich Lästerstoff geliefert hat. 

Die „drei Hübschen“ Dorothee Glatzel, Petra Speckmann und Bianca Brune Ellerbrock heizten die heimische Gerüchteküche an. Das neue Schützenkönigspaar Günter und Monika Hülsmann gaben den Damen Rätsel auf. „Schützenkönig, Silberhochzeit, 50. Geburtstag und Oma und Opa sind sie auch noch geworden“, zählte Petra Speckmann auf. „Die können‘s machen.“ Aus dem Publikum war der Ruf „Neues Auto“ zu vernehmen. Das brachte die drei Hübschen dann an den Rand der Fassungslosigkeit. 

Die drei "Hübschen" Dorothee Glatzel, Petra Speckmann und Bianca Brune Ellerbrock (von links) wussten viel zu erzählen. Foto: Anke Schneider

Verständnisloses Kopfschütteln erntete auch der Landtagsabgeordnete Martin Bäumer, der es trotz Hitze und Trockenheit fertig brachte, das Unkraut mit einem Bunsenbrenner wegzuflammen. „Die ganze Hecke ist angefangen zu brennen“, berichtete Petra Speckmann. Sein Schlauch war dann zu kurz zum Löschen, so dass die Feuerwehr ausrücken musste. „Sein Gartenschlauch natürlich“, vervollständigte Dorothee Glatzel, nachdem die Frauen im Saal sich bogen vor Lachen.

Dorfeingangsplatz

Natürlich blieb auch Bürgermeisterin Magdalene Heuvelmann nicht verschont – die zwar bei der Helferparty für die fleißigen Hände, die sich für den Dorfeingangsplatz engagiert haben, dabei war, ansonsten aber keinen Finger gerührt hat. Um nicht gesehen zu werden, sei die Bürgermeisterin nach Dienstschluss wahrscheinlich über Kattenvenne nach Hause gefahren.

 

Einkaufsstress: Frida, gespielt von Christina Hesse, regte sich über nervende Verkäuferinnen auf. Foto: Anke Schneider

Christina Hesse regte sich als „Frida“ über aufdringliche Verkäuferinnen auf und Elke Pannewick und Monika Gülker versuchten, eine Waage am Bahnhof zu überlisten. Die Waage kann nicht nur unterscheiden, ob ein Mann, eine Frau oder ein Koffer auf ihrer Wiegefläche steht. Sie teilte dem Ehepaar auch mit, dass es soeben seinen Zug verpasst hat.

 

Prüfen Sie ihr Gewicht: Elke Pannwick (links) und Monika Gülker versuchen, eine Waage zu überlisten. Foto: Anke Schneider

 

Erfrischend auch der Beitrag der süßen Susi, gespielt von Bianca Brune Ellerbrock. Sie ist soeben Miss Schwege 2019 geworden und erzählte, dass man als Schönheitskönigin nicht nur schön, sondern auch gebildet sein müsse. „Wir waren zu Hause allerdings 13 Kinder, da mussten wir uns auch die Bildung teilen“, gab sie zu, nicht die hellste Kerze auf der Torte zu sein. Auch das Gewicht war hart an der Grenze – die ein oder andere Rundung für die Jury offenbar zu rund. „Wer ein Herz aus Gold, Nerven aus Drahtseilen und einen Charakter aus Stahl hat, der kann nun mal nicht wenig wiegen“, sagte Bianca Brune Ellerbrock. Mit Kartoffelsalat, den sie mit Rizinusöl angemacht hatte, hat die schlaue Susi ihre Konkurrentinnen dann aber doch noch aus dem Rennen geworfen.

Nicht blond, aber blöd: Bianca Brune Ellerbrock berichtete in der Rolle der süßen Susi davon, wie sie Miss Schwege 2019 wurde.Foto: Anke Schneider

 

Zur Tradition gehört der Beitrag von Irmgard Gerding als Herta, die von ihrem Alltag mit ihrem „Steuerklassenveränderer“ Ambrosius erzählte. Der bringe sie dermaßen um den Verstand, dass ihre Augenringe oft tiefschwarz seien. „Ambrosius sagt dann immer, besser Augenringe, als gar keinen Schmuck“, so Irmgard Gerding. Herta, die festgestellt hat, dass Männer nun mal anders denken als Menschen, hat die Nase gestrichen voll von der Nörgelei ihres Gegenstücks. „Ich kann ja mit Kritik umgehen“, stellte sie fest. „Aber auch verdammt gut mit der Kettensäge.“

Immer wieder erfrischend: Irmgard Gerding erzählte als Herta von ihrem Leben mit ihrem Steuerklassenveränderer Ambrosius. Foto: Anke Schneider

 

Für den musikalischen Teil im Saal bei Plocksaugust sorgte DJ Marcel Schulz mit seinen Schunkelliedern. Die bunte Schar verlebte einen fröhlichen Nachmittag, an dem viel und herzlich gelacht wurde.

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